Hobbys: Feuerwehr-Vorstellung


 

Ja, auch ich wollte einmal Feuerwehrmann werden.

In meiner Kindheit habe ich die Berufsfeuerwehr in meiner Geburtsstadt Eberswalde fast täglich besucht und kannte alle Fahrzeuge.
Im Juni 1996 nahm ich mit einem Freund an einer Dienst- versammlung meines jetzigen Löschzuges teil. Gefallen hat es mir nicht, Thema an diesem Abend war die Auswertung des ersten Halbjahres. Es wurde diskutiert und Mitglieder wurden, aus meiner Sicht, "angeschissen" für ihre Leistung. Ich habe mich trotzdem für eine Mitgliedschaft entschieden und mich mit Kameraden unterhalten. Diese haben mich davon überzeugt das es kein "anscheißen" war, sondern berechtigte Kritik, was die Betroffenen ebenso sahen.

 

In Uniform bei einer Urkundenübergabe.

An den Wochenenden Anfang 97 fand ein Grundlehrgang statt. Für Diesen war ich jedoch noch nicht vorgesehen. Da ich über die Wintermonate ohne Arbeit war, habe ich als Mitläufer an dem Lehrgang teilgenommen. Wo jemand fehlte sprang ich ein.
Ende März fand die Prüfung statt. Um meinen Wissensstand für mich selbst zu überprüfen, nahm ich an der Theorieprüfung teil. Das Ergebnis war besser als bei einigen Mitgliedern die zum Teil schon seit Jahren in der Jugendfeuerwehr tätig waren. Ausbilder und Prüfungskommission haben entschieden mich auch an der Praxisprüfung teilnehmen zu lassen. Auch diese habe ich bestanden. Auf Grund der überraschenden Leistung wurde mir der Grundlehrgang anerkannt und ich konnte nun voll ins Ausbildungs- und Einsatzleben der Feuerwehr einsteigen.
Am Nachmittag nach der Prüfung kam auch prompt der erste Einsatz. Was für mich jedoch nicht erfreulich war, es handelte sich um einen gemeldeten Keller- brand in meinem Hausaufgang. Jedoch kurz vor dem Ausrücken hatten die haupt- beruflichen Kräfte der Feuerwehr Schwedt den Einsatz für uns beendet. Ich zog mich wieder um und fuhr nach Hause um nach dem Rechten zu sehen. Es handelte sich zum Glück nur um einen kleinen Kellerbrand und es war nicht meiner.
Eine Ausbildung folgte nach der anderen. Truppführer, Sprechfunk, Atemschutz usw.. Im September 2001 besuchte ich erstmals die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt für den Lehrgang "Ölunfall auf dem Gewässer" erster Teil. Zwischendurch weitere Ausbildungen und Leistungsabnahmen.
Im März 2009 hatte ich plötzlich mein großes Ziel, den Gruppenführer, zum greifen nah. Ich brauchte nur noch meinen Chef fragen ob er mich Anfang Mai für zwei Wochen freistellt. Diesem stimmte er zu. So besuchte ich in der Zeit vom 4. bis 15. Mai 2009 den Lehrgang zum "Gruppenführer Freiwillige Feuerwehr" an der Landesfeuerwehrschule. Die wahrscheinlich wichtigste Prüfung in meinem Feuerwehrleben habe ich bestanden, worüber ich mich noch Heute freue.

 

 
Enrico Rahn
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